Wirkungsorte

Wichtige Orte im Leben Erwin Bowiens


Im Leben von Erwin Bowien gibt es viele Orte die mit Ihm verbunden sind.
Sein abenteuerliches Leben, die Umstände des zweiten Weltkrieges und sein Drang die Welt zu entdecken  führte ihn an viele Orte und Länder. Manche wurden zu Fixpunkten in seinem Leben.

Deutschland

Solingen

Erwin Bowien ( 1899-1972): Der Balkhauser Kotten, 1946
Erwin Bowien ( 1899-1972): Der Balkhauser Kotten, 1946
Das Leben des Malers Erwin Bowien ist eng mit der Stadt Solingen im Bergischen Land verwoben. Bereits in seinen Jugendjahren in der Schweiz war sein erster Mäzen, der Schokoladenfabrikant Carl Ruß-Suchard, ein gebürtiger Solinger. Als Soldat im ersten Weltkrieg diente er mit einem Solinger in einer Abhöreinheit. Als Student an der Kunstakademie in München wurde sein wichtigster Lehrer, der Maler Robert Engels, der als Begründer des Münchner Neuimpressionismus in die Kunstgeschichte einging.

Historisches Foto: Erwin Bowien beim zeichnen im Solinger Stadtteil Höscheid (Ortschaft Neuenhaus), 1953
Historisches Foto: Erwin Bowien beim zeichnen im Solinger Stadtteil Höscheid (Ortschaft Neuenhaus), 1953

Als Bowien schlussendlich in den preußischen Schuldienst als Kunsterzieher eintrat, wurde er nach Solingen versetzt. Dort lernte er 1927 die Familie Heinen kennen, mit der er fortan in einen quasi Symbiotischen Verhältnis  leben sollte. Erna Heinen-Steinhoff wurde mit der Zeit zu seiner großen Muse. Die Tochter des Hauses, Bettina, entwickelte sich zu seine Meisterschülerin. Als er nach Exil und Flucht 1945 nach Solingen zurück kehrte gründete er im Hause Heinen – dem so genannten schwarzen Haus – eine Künstlerkolonie. Bis zu seinem Tode blieb er der Stadt Solingen sehr verbunden und schuf dort und im angrenzenden bergischen Land hunderte von Gemälden.
Mehr über die Geschichte von Hühscheid und das ehemaliges Steigerhaus finden Sie unter: www.zeitspurensuche.de

Weil am Rhein

Erwin Bowien ( 1899-1972): Bildnis der Mutter Annemarie Bowien in Weil am Rhein, 1966
Erwin Bowien ( 1899-1972): Bildnis der Mutter Annemarie Bowien in Weil am Rhein, 1966
Als der Bauingenieur Erich Bowien, der Vater von Erwin Bowien, in den zwanziger Jahren zum ersten Rheinhafen Direktor der Stadt weil am Rhein berufen wurde, entwickelte sich Weil am Rhein für den Jungen Erwin Bowien zum zweiten großen Fixpunkt in seinem Leben, Seine Eltern hatten sich dort ein Haus gebaut und er besuchte Sie dort häufig für längere Aufenthalte. Es entwickelten sich viele Freundschaften und der Ort wuchs Ihm ans Herz. Nach dem Tode seines Vaters im Jahre 1948, Intensivierte Bowien seine Besuche in Weil am Rhein da er sich um seine alternde Mutter kümmern wollte. Anfang der Sechzigerjahre zog er endgültig nach weil am Rhein. Er starb in weil am Rhein und liegt dort in einem Ehrengrab der Stadt Weil am Rhein bestattet.
Mehr unter: www.weiler-kultur.de
Der Bahnhof von Weil am Rhein bei Nacht, 1960
Der Bahnhof von Weil am Rhein bei Nacht, 1960

Kreuzthal- Eisenbach (Isny, Markt Buchenberg)

Erwin Bowien beim Malen im Friedhof von Kreuzthal - 1944. Von links nach rechts: Bettina Heinen, Erna Heinen-Steinhoff, Gabriele Heinen und Erwin Bowien
Erwin Bowien beim Malen im Friedhof von Kreuzthal - 1944. Von links nach rechts: Bettina Heinen, Erna Heinen-Steinhoff, Gabriele Heinen und Erwin Bowien
Neben den Städten Solingen und Weil am Rhein war der kleine Ort Kreuztal – Eisenbach an der Landesgrenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg (der Ortsteil Kreuzthal ist heute ein Teil der bayerischen Gemeinde Markt Buchenberg und der Ortsteil Eisenbach wurde in die Stadt Isny eingemeindet) für Erwin Bowien von dramatischer existenzieller Bedeutung.
Erwin Bowien (1899-1972): Kreuzthal Einsenbach, Februar  1944
Erwin Bowien (1899-1972): Kreuzthal Einsenbach, Februar 1944
Erwin Bowien (1899-1972): Kreuzthal Einsenbach Februar, 1945
Erwin Bowien (1899-1972): Kreuzthal Einsenbach Februar, 1945
Nach einer abenteuerlichen Flucht quer durch Deutschland, war Erwin Bowien  im Jahre 1943 endgültig in Kreuztal Eisenbach hängen geblieben welches er fortan auch nicht mehr bis Kriegsende verlassen sollte. Ohne Militärpapiere war seine Existenz sehr prekär und Und er konnte sich nur behaupten weil er von den Dorfbewohnern und vom Dorfpolizisten gedeckt wurde. Erwin Bowien schrieb dort sein Kriegstagebuch und schuf zahlreiche Werke in den Wäldern und Tobeln des Adelegg-Massivs.

Hannoversch Münden

Erwin Bowien ( 1899-1972): Brücke in Hann Münden, 1948
Erwin Bowien ( 1899-1972): Brücke in Hann Münden, 1948

Frau Dr. Erika Neuling – Bowien, die Schwester von Erwin Bowien, war eine bekannte Ärztin in Hannoversch Münden wo Sie sich 1932, nach Ihrem Studium der Medizin in Freiburg im Breisgau, niederließ und bis ins hohe Alter praktizierte. Zuerst mietete Sie eine schöne helle Wohnung und Praxisräume an der alten Werrabrücke mit Blick auf den Fluss. Da die Praxis aber nicht direkt in der Altstadt lag, sondern etwas randlich, zog sie um und fand in der Langenstraße eine Etage in einem alten Fachwerkhaus zur Miete. In diesem Haus starb Sie 1986. (Auf dem Foto das Fachwerkhaus mit dem Drogerieschild in der 1. Etage). Dort wurde Erwin Bowien, nachdem er notgedrungen sein Exil in Holland verlassen musste, eine Zeitlang versteckt.

Erwin Bowiens Refugium in Hann. Münden – die Wohnung seiner Schwester Erika in der Langenstrasse.  Auf dem Foto das Fachwerkhaus mit dem Drogerieschild in der 1. Etage.
Erwin Bowiens Refugium in Hann. Münden – die Wohnung seiner Schwester Erika in der Langenstrasse. Auf dem Foto das Fachwerkhaus mit dem Drogerieschild in der 1. Etage.

Nach dem Krieg kam er regelmäßig für Malaufenthalte in die Stadt und Hannoversch Münden wurde zu einem regelmäßigen Fixpunkt von Erwin Bowien, in welchem er jährlich weilte und malte. Er schuf dort zahlreiche Werke. Das Heimatmuseum der Stadt im Welfenschloss wurde in den fünfziger Jahren mit einer Ausstellung von Erwin Bowien neu eröffnet. Auch seine Schüler von der Künstlerkolonie zum schwarzen Haus waren dort tätig. Die städtische Kunstsammlung besitzt ein Werk des Meisters.


Augsburg

Erwin Bowien (1899-1972): Stadtvedute von Augsburg, 1943
Erwin Bowien (1899-1972): Stadtvedute von Augsburg, 1943

Erwin du Wien verließ 1942 endgültig die Niederlande. Ohne gültige Militärpapiere zog er von Ort zu Ort quer durch Deutschland und vermied es länger als sechs Wochen an einem Ort zu bleiben. Diese Regel verletzte er nur einmal in Augsburg. Er verkaufte dort so viele Gemälde und war so erfolgreich, dass er seine Vorsicht fahren ließ und im Jahr 1943 ein halbes Jahr blieb. Dies sollte ihm fast zum Verhängnis werden, da er angezeigt wurde und nur knapp der Verhaftung durch die Gestapo entging. Dreißig seiner Gemälde wurden im Auftrag der Reichskulturkammer Beschlagnahmt. Bowien floh ins Kreuzthal.


Die Flucht von 1942-1943

Erwin Bowien ( 1899-1972): Ein Dachboden an der Prinzengracht in Amsterdam, 1936
Erwin Bowien ( 1899-1972): Ein Dachboden an der Prinzengracht in Amsterdam, 1936

Als Erwin Bowien 1942 die Niederlande endgültig verließ, unternahm er eine spektakuläre Flucht durch das Deutsche Reich und das Elsass. Die Etappen dieser Flucht sind noch nicht alle erforscht, folgende Stationen sind bekannt: Solingen - Hannoversch Münden - Haus Ahse bei Soest - Augsburg - Garmisch Partenkirchen – Mittenwald - Kreuztal-Eisenbach - Weil am Rhein - Thann im Elsass.


Schloß Killenberg bei Salem am Bodensee

Erwin Bowien (1899-1972): Frieda Enzenroß und Ihre Töchter auf einem Bodenseedampfer, 1930
Erwin Bowien (1899-1972): Frieda Enzenroß und Ihre Töchter auf einem Bodenseedampfer, 1930

In Konstanz lernte Erwin Bowien durch einen Zufall die Familie, des „Bodenseeförsters“ Enzenroß kennen, welcher – in den Diensten des Prinzen Max von Baden stehend – seinen Amts- und Wohnsitz im alten Sommerschloss der Salemer Äbte, im Jagdschloss am Killenberg nahe Konstanz innehatte. Diese Bekanntschaft sollte schicksalhaft für den jungen Künstler werden und nachhaltig auf sein Leben einwirken. Besonders zu der Gattin des Bodenseeförsters – Frieda Enzenroß – entstand eine innige Bindung. Sie wurde seine erste große Muse. Erwin Bowien verbrachte viel Zeit im zum Forsthaus umgewandelten Schloss und konnte dort die ganze ländliche Welt malen. Er schreibt in seinen Memoiren: „… Das Haus war einmal Sommersitz der Äbte von Salem gewesen und hatte nicht nur ein Kapellchen mit alten Fresken, sondern auch ein Keller, der als Mostlager diente und den sowohl die Hühner als auch der Dackel und die Ziege besuchten, um dort den übergelaufenen Most zu trinken, was sich merklich an ihrem Gange zeigte …“ Seine Freundschaften mit der Familie vertiefte sich so sehr, dass er regelrecht „adoptiert“ wurde. Bis zu seinem Exil nach Holland kam er in den 1920er Jahre regelmäßig ins Forsthaus zu Besuch und verbrachte dort viele Monate im Jahr. Die Hausherrin – Frieda Enzenroß – stand ihm oft Modell und unternahm mit ihm Reisen, vorrangig ins Tessin und nach Venedig. Er hatte mit Ihr einen Regen geistigen Austausch. Von der jüngsten Tochter der Familie – Ruth Enzenroß – wurde er der Patenonkel und sein Gemälde der Familie Enzenroß auf einem Bodenseedampfer gehört zu seinen ersten Hauptwerken. Frieda Enzenroß starb 1965. Der Künstler blieb bis zu seinem Tode der Familie verbunden.


Berlin

Erwin Bowien (1899-1972) Stillleben mit Büchern, Berlin 1925
Erwin Bowien (1899-1972) Stillleben mit Büchern, Berlin 1925

In Berlin besaß der Vater des Künstlers um die Jahrhundertwende mehrere Häuser die er in Charlottenburg gebaut hatte. Das erste befand sich in der Pestalozzistraße und das weit größere mit Hinterhaus an der Stelle des alten Waisenhauses an der Luisen-Kirche in der Scharrenstrasse. Dort verbrachte der Maler seine frühsten Kindheitstage. Von dort war es nicht mehr weit bis zum Charlottenburger Schlosspark. Mit 8 Jahren, kurz vor seinem Umzug in die Schweiz, verbrachte der junge Bowien gerne seine freien Nachmittage in diesem Park. Am großen Rundbeet unter den hohen Bäumen saß oft ein Mann mit einem PastellkastenBowien vermutete später, dass es vielleicht Lesser Ury gewesen sei - welcher meisterhafte Pastellbilder schuf. Dies beglückte den kleinen Erwin und es keimte in Ihm die Lust es dem Maler nachzutun. Im großen Haus der Bowiens befand sich auch das Gasthaus zur „Pommersche Wirtin“ wo es für den Jungen Bowien immer etwas zu sehen und zu hören gab. Hier erlernte er das Berliner „ Miljöh“.

Historisches Foto aus dem Jahr 1906: eines der Häuser die Erich Bowien, der Vater von Erwin Bowien,  in Berlin gebaut hat (damals Kirchplatz. 6, jetzt Gierkeplatz in Berlin Charlottenburg)
Historisches Foto aus dem Jahr 1906: eines der Häuser die Erich Bowien, der Vater von Erwin Bowien, in Berlin gebaut hat (damals Kirchplatz. 6, jetzt Gierkeplatz in Berlin Charlottenburg)

Als er mit 18 Jahren in der Schweiz eingezogen wurde, um an die Westfront zu kommen, kam er für kurze Zeit erneut nach Berlin zur Dolmetscherschule wo er die letzte Phase des Kaiserlichen Berlins erlebte.
Später erfolgte in Berlin, in den wilden zwanziger Jahren seine Ausbildung zum Kunsterzieher. In dieser Zeit wohnte er bei einer Halbjapanerin und ihrem Mann in Berlin - Friedenau. Es war die Zeit wo er auch den großen Kunsthistoriker Oskar Fischel kennen und schätzen lernte welcher Ihn zeitlebens prägen sollte und den er kurz vor seinem Tode im holländischen Exil auf dramatischer Weise noch einmal begegnen sollte.


München

Erwin Bowien (1899-1972): Der Eisbach im Englischen Garten zu München, 1923
Erwin Bowien (1899-1972): Der Eisbach im Englischen Garten zu München, 1923

Kurz nach Krieg und Demobilisierung schrieb sich Bowien in die Münchener Kunstakademie ein. Hier besuchte er die malklasse für dekorative Wandmalerei bei Professor Robert Engels. Hier erlebte er das Münchener Treiben: Verkaufsbuden mit Kindern, Karussells, Einzelpaare, das ganze unbeschreibliche Münchener Volksleben.

Erwin Bowien in der Münchener Kunstakademie
Erwin Bowien in der Münchener Kunstakademie

Er erlebte den berühmten Arzt Sauerbruch. Besondere Freundschaft schloss er mit dem Maler Karl Caim der später im Rahmen des Euthanasie-Programms während des Zweiten Weltkriegs in einer Heilanstalt umkam. Es war aber für Ihn eine Zeit der bitteren Armut. Von seinen Arbeiten aus dieser Zeit sind nur wenige bekannt.


Dresden

Atelier des berühmten Professors Richard Müller an der Kunstakademie in Dresden in welchem Erwin Bowien seine Ausbildung beendete. Der Kunststudent Bowien hatte sich gegen Oskar Kokoschka – der zu gleichen Zeit in Dresden Lehrte – entschieden, da ihm dies
Atelier des berühmten Professors Richard Müller an der Kunstakademie in Dresden in welchem Erwin Bowien seine Ausbildung beendete. Der Kunststudent Bowien hatte sich gegen Oskar Kokoschka – der zu gleichen Zeit in Dresden Lehrte – entschieden, da ihm dies

Erwin Bowien lebte in der letzten Phase seiner akademischen Bildung für ein halbes Jahr in Dresden. Die Kunststadt faszinierte ihn und der Eindruck der Brühlschen Terassen war für Ihn überwältigend. Damals malte Kokoschka in Dresden. Er unterrichtete an der Akademie, aber Bowien wollte nicht zu ihm gehen. Er fürchtete sich vor seiner Egozentrizität. So schrieb er sich in der Malklasse von Professor Richardt Müller ein. Dieser erklärt ihn für „fertig“. Bowien der in Blasewitz wohnte, malte die Gegend und sollte lebenslänglich bis zu seinem Tode mit dem bekannten Dresdner Kunstprofessor Alfred Hesse (1904-1988) befreundet bleiben.


Hechingen

Erwin Bowien verbrachte in Hechingen eines der glücklichsten Zeiten seines Lebens
Erwin Bowien verbrachte in Hechingen eines der glücklichsten Zeiten seines Lebens

Der Maler verbrachte das Jahr 1924 in Hechingen unterm Zollernberg im heutigen Baden-Württemberg wo er ein Probejahr als Kunsterzieher absolvierte. Er wohnte im Gasthaus „zur Linde“ bei einer Wirtin die perfekt Französisch sprach. Es entstanden viele Gemälde in und um Hechingen und er hatte große Freude die Kinder zu unterrichten.


Schweiz

Neuchâtel (Neuenburg)

Erwin Bowien (1899-1972): Selbstbildnis als 17-Jähriger. Neuchâtel, 1916
Erwin Bowien (1899-1972): Selbstbildnis als 17-Jähriger. Neuchâtel, 1916

Erwin Bowien verbrachte seine Jugend im Haus Maujobia Nummer 07 in Neuchâtel in der französischen Schweiz. Es war ein großes ländliches Anwesen und gehörte der bekannten Familie Petitpierre. Der Sohn des Inhabers war sein Klassenkamerad und wurde später Bundespräsident der Eidgenossenschaft. Das Haus lag direkt an der obersten Grenze der Weinberge. Auf einer Terrasse stand ein zweistöckiges Haus. Zwei mächtige Pappeln formten grüne Türme rechts und links an der Fassade, und eine weitere Treppe führte auf eine Terrasse mit zwölf Linden und einem kleinen Rokokobrunnen mit einem sehr schönen Panoramablick auf den Neuenburger See. Links vom Haus befand sich zudem ein großer Obstgarten. Dieses Anwesen sollte in der Erinnerung des Künstlers mit der glücklichsten Zeit seines Lebens verbunden bleiben. Die Familie Bowien war Anfang des 20. Jahrhunderts von Berlin ins schweizerische Neuenburg umgezogen. So wuchs der kleine Erwin in einer französischsprachigen Umgebung auf. Er schreibt in seinen Memoiren, dass er dort im Januar 1916 auch die schicksalsschwere Entscheidung fällte – gegen den ausdrücklichen Willes seines Vaters – Maler zu werden. Seine erste künstlerische Ausbildung erfuhr er in Neuenburg. In Neuchâtel und Umgebung entstand das Jugendwerk Bowiens und er schuf zahlreiche Gemälde und Skizzen. In Neuenburg fand auch in der Galerie „à la Rose d‘ or“, die erste Ausstellung des Künstlers im Jahre 1917 statt.

Neben Neuenburg entstanden im Kanton auch Bilder in Serrières wo die Schokoladenfirma Suchard – deren Inhaber Carl Russ ein Förderer des jungen Bowiens war – ihren Sitz hatte. Er malte aber auch in Colombier, in La Chaux-de-Fonds, in Le Landeron und in Bòle und in der Schlucht der Areuse. Als er 1948 - durch Vermittlung seiner schweizer Jugendfreunde – erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg wieder in die Schweiz einreisen durfte, entstanden weitere Werke in Lausanne, in Montreux, in Caux und in Ondallay. An seinem 18. Geburtstag wurde er eingezogen und musste seine geliebte Schweiz verlassen, um an der Westfront Stellung zu nehmen. Wäre der Krieg nicht gewesen, wäre er sicherlich dauerhaft in der Schweiz geblieben.


Orsalina

Erwin Bowien beim Malen im Tessin, 1948
Erwin Bowien beim Malen im Tessin, 1948

Als Erwin Bowien in Solingen im Schwarzen Haus seine Künstlerkolonie gründete, war es ihm ein Anliegen seine Künstlerfreunde und Schüler so oft es ging in die schöne Schweiz zu führen, dem Ort, der für ihn die Keimzelle des vereinten Europas darstellte, ein Schmelztiegel der europäischen Kulturen und ein Land der spektakulären Motive. Erwin Bowien kannte das Tessin seit den zwanziger Jahren, als er in Locarno regelmäßig seinen Großvater, den Fabrikanten und Globetrotter Adolf Heinrich Neufeldt besuchte, der so gerne dort weilte. Später besuchte er seine Schweizer Tante und Nichte, die sich dort niedergelassen hatten. Seine Nichte sollte später Bürgermeisterin einer der dortigen Kommunen werden.

Schon Anfang der 50er Jahre was es den Protagonisten der Künstlerkolonie möglich gemeinsam mit Bowien nach Orselina oberhalb von Locarno zu reisen und zu arbeiten. Es entwickelten sich daraus regelmäßige Aufenthalte der Künstlergemeinschaft, die von dort aus das gesamte Tessin und das angrenzende Italien nach Motiven absuchten. Es entstanden Bilder in Orselina, in Locarno, in Bellinzona, auf den Brissago Inseln und im Maggia Tal. Insbesondere für die wichtigste Schülerin des Meisters war es der Ort der ersten großen Landschaftsbilder.

Erwin Bowien (1899-1972): Orselina, Blick auf den Lago Maggiore, 1953
Erwin Bowien (1899-1972): Orselina, Blick auf den Lago Maggiore, 1953

Zürich

Erwin Bowien beim Malen in Zürich, 1948
Erwin Bowien beim Malen in Zürich, 1948

Der Vater von Erwin Bowien, betrieb Anfang des Jahrhunderts in Zürich ein großes Kunstgeschäft an der Bahnhofstraße nahe dem Hotel Bellevue, mit dem klangvollen Namen „Kunst und Luxus“. Die vielen Freunde des Vaters unterstützen auch den Jungen Erwin Bowien und ermöglichten ihm im Jahre 1917 in Zürich auszustellen. Der wichtigste unter Ihnen war der bekannte Innenarchitekt Berner.

Erwin Bowien (1899-1972): Stillleben in Zürich, 1961
Erwin Bowien (1899-1972): Stillleben in Zürich, 1961

Nach dem Zweiten Weltkrieg verbrachte er sechs Monate am Stück in der Stadt. Er malte viele Stadtansichten, die Limmatbrücken, das alte Rathaus, die Türme der Peterskirche, des Fraumünsters und des Großmünsters, die alte Markthalle, das Helmhaus usw. Er schreibt in seinen Memoiren: … Bald hatte ich mir angewöhnt, alle durchblicke der alten Gassen zu zeichnen … . Er nahm auch mit großer Freude am regen Kulturleben der Stadt teil. Später kam Erwin Bowien immer wieder zurück nach Zürich. Die Stadt sollte ihn immer an seinen Vater Erich erinnern, der hier glücklich und erfolgreich gewesen war.


St. Gallen

Erwin Bowien (1899-1972): In den Bergen im St. Galler Oberland, 1963
Erwin Bowien (1899-1972): In den Bergen im St. Galler Oberland, 1963

Beim Malen im Tessin, lernte Erwin Bowien die Familie Eggenberger aus Au in St. Gallen kennen. Diese lud ihn zum Malen in den Kanton St. Gallen ein. Daraus entwickelten sich später fast jährliche Aufenthalte in der Gegend. Es entstanden so viele Bilder und Skizzen im Kanton.


Bern

Erwin Bowien ( 1899-1972): Weihnachtlich geschmücktes Bern, 1954
Erwin Bowien ( 1899-1972): Weihnachtlich geschmücktes Bern, 1954

Die Berner Familie Roth lud den Künstler nach Bern ein. Dort lernte er im Jahre 1952 anlässlich seiner ersten großen Ausstellung in der Schweiz - sie umfasste über 100 Werke - nach dem Krieg den Kunstmäzenen Dr. Eduard M. Fallet - von Castelberg kennen. Der Ihn fortan sammeln und fördern sollte.
Die zweite Ausstellung in Bern fand bereits 1954 statt und wurde sehr erfolgreich. Aufgrund seiner Freundschaft mit den Familien Fallet, Roth und Lehmann-Jenny kehrte er fast jährlich in der Stadt ein und schuf hier Stadtansichten und Porträts.


Basel

Erwin Bowien (1899-1972): Place de la Concorde bei Tag, 1964
Erwin Bowien (1899-1972): Place de la Concorde bei Tag, 1964

Erwin Bowien lebte in Weil am Rhein direkt bei Basel. Es entstanden so zwangsläufig zahlreiche Gemälde von Bowien von der Stadt und den Bewohnern. Insbesondere die Baseler Fastnacht faszinierte den Künstler. Um dieses Thema entstanden zahlreiche Arbeiten des Künstlers.


Niederlande

Egmond aan Hoef

Bowien wechselte seinen Wohnsitz von Hoorn nach Egmond aan den Hoef - nach einer kurzen Etappe in Bergen Binnen- in einem Haus, welches gegenüber der Schlossruine lag und in welcher Descartes gelebt haben soll. Dort lebte eine Malerkolonie. In der Gegend entstanden seine ersten Meerbilder. Diese Gegend erinnerte den Künstler an die Kurische Nehrung, dem Lande seiner Vorfahren. Er befreundete sich in dieser Zeit mit der Familie des Pfarrers Boeke aus Schoorl, mit dem Maler Huismann, der Familie Hemelrijk in Bergen, der Sängerin und Exilantin Rosy Hahn, Vizeadmiral Brutel de la Rivière, des Malers Dirk Oudes, des Malers André Beauchamp, der Familie Groot, der Familie Hünder-Decker, der Familie Swart-Boer, des Arztes Ten Raa, des Pfarrers Nobel und vieler anderer.

Erwin Bowien ( 1899-1972): Egmont aan Zee im Sommer, 1937
Erwin Bowien ( 1899-1972): Egmont aan Zee im Sommer, 1937

 

Eine kleine Dokumentation über Erwin Bowiens Zeit in Egmond aan Hoef finden Sie als download des W BOOKs Verlags, AE Zwolle, 2021

Download
De schilders van Egmond
De schilders van Egmond.pdf
Adobe Acrobat Dokument 439.1 KB

Artikel über Erwin Bowien in Egmond: www.rodi.nl


Amsterdam

Erwin Bowien in Amsterdam, 1938
Erwin Bowien in Amsterdam, 1938

Sehr früh, bereits zu Beginn seines Exils, erhielt Bowien Aufträge in Amsterdam und lernte dort Förderer und Auftraggeber kennen. Durch seinen ersten großen holländischen Mäzenen – Herrn Domine Boeke – kam der Kontakt zur Leiterin eines Kinderheimes, welches im alten Pestkrankenhaus der Stadt untergebracht war. Er erhielt den Auftrag das Gebäude von Außen und von Innen zu bemalen. So fuhr Bowien einmal wöchentlich mit dem Rad nach Amsterdam. Er schrieb in seinen Memoiren: „… denn die Strecke bis Amsterdam konnte ich bei günstigem Nordwind ohne große Anstrengung überwinden; auf den günstigen Südwind hoffte ich dann bei der Rückfahrt.“
Mit der Zeit erweiterte sich sein dortiger Freundeskreis, insbesondere der Direktor des Reijksprintenkabinett unterstützte den Maler. Durch diesen gelangten später Werke Bowiens in die Sammlung des Rijksmuseusms.
Aber auch Privatsammler, wie Herr Lorjai, kauften ihm wichtige Bilder ab. Der Wunsch des Künstlers in dieser Stadt ansässig zu werden, blieb ihm jedoch aus Kostengründen verwehrt.


Norwegen

Gjövik am Mjösa See

Erwin Bowien (1899-1972):  Impression am Mjösa See in Norwegen, 1958
Erwin Bowien (1899-1972): Impression am Mjösa See in Norwegen, 1958

Obwohl Erwin Bowien mit der norwegischen Nobelpreisträgerin Ingrid Undset bekannt war - Sie hatte für ihn den Kosenamen  „Bo“ erfunden, kam es aufgrund  ihres frühen Todes im Jahre 1949 nicht mehr zu einem Besuch in Ihr Haus nach Norwegen. Bei einer Ausstellung in Bern lernte Erwin Bowien im Jahre 1952 die Norwegerin Schweizer Herkunft, Frau Lillengen-Ruch aus Hammar am Mjösa See kennen. Fasziniert von seiner Kunst lud Sie ihn zu einem Malaufenthalt ins norwegische Gjövik ein. Dieser Süßwassersee liegt ungefähr 120 Km nördlich von Oslo in Südnorwegen und beeindruckte Erwin Bowien mit seinen 145 km Länge und seiner malerischen Schönheit tief. Er sollte dort fortan bei der Familie Ottar Lillengen , insgesamt sechs Sommer verbringen. Er schrieb in seinen Memoiren dass diese sechs Malsaisons eine fest umrissene Zeitspanne in seinem Leben darstellen. Er schreibt über diese Zeit in seinen Memoiren : „... ich lernte die familiäre Gebundenheit der Norweger kennen, dass pflegen ihre Beziehungen untereinander, die Freiheit und den Stolz ihres Wesens und die oft bis zur Schwermut bedrückende Einsamkeit. Ich lernte aber auch das Beben von tausenden Birkenblättern in Winde kennen das anmutige Ufer des Mjösa Sees mit Wochen im Sommerhaus und angeln in der Morgenfrühe, die Mitternachtssonne, die zwar dort nicht zu sehen ist, aber den Himmel die ganze Nacht hell erhält. Wenn noch Mondlicht dazu kommt dann sind die Bäume ohne Schatten ...“.

Das nordische Licht faszinierte Ihn. Die Norwegen Bilder des Künstlers waren sehr erfolgreich. Die meisten sind in unzähligen Privatsammlungen verschollen.

Sandnessjoen auf der Insel Alsten

Erwin Bowien ( 1899-1972): Im Meer vor der Insel Alsten, 1959
Erwin Bowien ( 1899-1972): Im Meer vor der Insel Alsten, 1959

Auf Anregung des Zahnarztes Niels Nielsen in Gjövik, wurde Erwin Bowien zu einem Aufenthalt bei dessen Schwester Arna Milde auf der Insel Alsten in Nord Norwegen eingeladen. Sie führte dort die „Cafeteria Nord“ einem Gasthaus in welchem die Frauen der Fischer und der Bauern auf den sehr verstreuten und unzähligen abgelegenen Inseln die letzte Phase ihrer Schwangerschaft abwarteten, um im Krankenhaus zu entbinden. Sie und Ihr Mann Per Milde empfingen den Maler wie ein König.

Erwin Bowiens letztes „Malatelier“ in Norwegen. Die Hütte „Bettina-Bo“ auf der Insel Alsten am Polarkreis - Bettina’s cottage, Zustand im Herbst 2019
Erwin Bowiens letztes „Malatelier“ in Norwegen. Die Hütte „Bettina-Bo“ auf der Insel Alsten am Polarkreis - Bettina’s cottage, Zustand im Herbst 2019

Erwin Brodel schrieb in seinen Memoiren „… Norwegen und die Norweger gehören zum edelsten, dass ich fand“. Durch die aufopfernde Frau Milde und Ihrem belesenen Mann Per wurde Bowien in der Inselwelt Heligenlands, dem Land der hohen Sonne, ein vertrauter Gast. Im Norden Norwegens schaut aus der dünnen Humusschicht der Flussufer und Deltas der Fels. Die Wälder, die Millionen Jahre hindurch wuchsen, formten selbst Ihren Humus. In den kleinsten Spalten setzen sich Bäume, Birken oder Kiefern. Dass dies denkbar ist liegt nur an dem Golfstrom. Sandnessjoen liegt nur 70 km von Polarkreis entfernt. Der Maler fand eine Welt erhabener Schönheit und klarer Monumentalität. Er schreibt über diese Landschaft: „... Die Felsen, die wie mächtige Persönlichkeiten vor und zurücktraten, wie mit violetten, orangenem und zinnobere Brokat gestickt - denn nur nasser Fels hat ein farbgewandt –, gaben einmal den Ausblick auf tiefe Fjorde frei oder verengten sich zu beängstigender Nähe und Höhe. Von Zeit zu Zeit sah man ein Haus oder einige Häuser, an manchen Stellen, wo die Felsen Raum gaben für Wiesen und Gärten, auch ein Dorf – zumeist aus gemütlichen Holzhäusern, die jederzeit verändert werden können“.

Im Laufe der vielen Sommer die der Maler dort verbrachte, lernte er viele Menschen kennen und schätzen. So das Lehrerehepaar Skaga, dem Schuldirektor Ratsö, den Rektor Hansen, den Familien Sand und Witsch, der Familie Liland auf der Insel Tjötta, der Familie Heyerdal sowie der Witwe Mürberget.
Per Milde nam den Maler auf sein Schiff zu Expeditionen in diese einmalige Inselwelt des Dönna. Er lernte durch Ihn den Vistenfjord kennen und die Insel Tron mit den großen Felszeichnungen, auf denen sich Tiere und Reisedarstellungen befinden. Für Bowien war diese Landschaft für sein schaffen die wichtigste Überhaupt - es war „seine Landschaft“.


Erwin Bowien (1899-1972):  Die Inselwelt bei Sandnessjoen in Norwegen, 1958
Erwin Bowien (1899-1972): Die Inselwelt bei Sandnessjoen in Norwegen, 1958

Trondheim

Erwin Bowien (1899-1972): Stadtansicht von Trondheim, 1961
Erwin Bowien (1899-1972): Stadtansicht von Trondheim, 1961

Die Stadt Trondheim war der dritte wichtige Malort des Malers in Norwegen. Der Künstler der vor allem Landschaften liebte, brauchte aber immer wieder das Erlebnis der Stadt und der Urbanität. So zog es ihn während seiner Norwegen Aufenthalte immer wieder auch in die Stadt Trondheim zum Malen.
Es entstanden dort sehr viele Gemälde. Er malte viel in den Straßen der Stadt, im Dom und auf den Anhöhen über dem Stadtturm. In Trondheim befreundete er sich mit der Familie Ingeborg und Aslak Flatin die den Künstler sehr unterstützen.


Frankreich

Paris

Erwin Bowien auf dem Pont des Arts in Paris, 1964
Erwin Bowien auf dem Pont des Arts in Paris, 1964

Erwin Bowien besuchte jährlich Paris. Ihm war es wichtig mindestens einige Tage im Jahr in dieser Stadt zu weilen. Die Metropole wirkte auf ihn wie ein gewaltiges Kulturtreibhaus, in dem unzählige kulturelle Erscheinungen zugleich wirkten. Er freundete sich mit dem Philosophen, Maler und Galeristen Raymond Duncan an, dem Bruder der Weltberühmten Isadora Duncan, der für Ihn im Jahre 1964 eine große Ausstellung ausrichtete, die bei den Kritikern großen Erfolg erntete.

Es entstanden viele wichtige Werke des Künstlers in Paris. So malte er mehrere Ansichten der Place de la Concorde, des Eifelturms, das Institut de France, die Ile de la cité, den Arc de Triomphe, die Champs Élysées und die Pariser Oper.

Erwin Bowien (1899-1972): Place de la Concorde bei Tag, 1964
Erwin Bowien (1899-1972): Place de la Concorde bei Tag, 1964

Italien

Venedig

Historisches Foto: Erwin Bowien (ganz rechts) 1929 in Venedig, zusammen mit seiner ersten großen Muse – Frieda Enzenross (ganz links mit Kopftuch).
Historisches Foto: Erwin Bowien (ganz rechts) 1929 in Venedig, zusammen mit seiner ersten großen Muse – Frieda Enzenross (ganz links mit Kopftuch).

Bereits in den zwanziger Jahren, reiste Erwin Bowien mehrere male nach Venedig. Die Lagunenstadt war für Ihn einer der schönsten von Menschenhand geschaffenen Orte. Mindestens einer dieser frühen Reisen erfolgte zusammen mit Frieda Enzenroß, seiner ersten großen Muse. Ab den 50er Jahren konnte er wieder regelmäßig nach Venedig reisen und es entstanden viele Werke in der Lagunenstadt. Waren seine ersten Bilder der Stadt hauptsächlich Pastelle, sind seine Bilder aus den späteren Phasen in Öl auf Leinwand ausgeführt.

Erwin Bowien (1899-1972): Venedig, 1962
Erwin Bowien (1899-1972): Venedig, 1962

Algerien

Guelma und Biskra

Erwin Bowien (1899-1972): Der Hafen von Skikda, 1970
Erwin Bowien (1899-1972): Der Hafen von Skikda, 1970

In seinen letzten Lebensjahren besuchte Erwin Bowien mehrere Male seine wichtigste Schülerin - Bettina Heinen-Ayech - in Algerien. Er malte viele Gemälde in Guelma und in den benachbarten Orten, eine Gegend, die noch sehr Grün ist und einen starken mediterranen Flair hat. Jede Algerienreise führte aber auch in die Wüste Sahara in die Stadt Biskra wo Bowien begeistert diese Landschaft am Fuße des Auresgebirges- die er bereits bei einer großen Reise durch Nordafrika im Jahre 1934 kennengelernt hatte, erneut für sich entdeckte. Insbesondere in den Oasen Biskra, El Kantara und Sidi Okba entstanden Werke.

 Erwin Bowien (1899-1972): Kinder in Algerien, 1970
Erwin Bowien (1899-1972): Kinder in Algerien, 1970
Frauen von Algier, Studie 1934
Frauen von Algier, Studie 1934